Liebe Mitglieder des Freundes- und Förderkreises, sehr geehrte Damen und Herren,
bevor das Jahr 2011 sich dem Ende nähert, möchten wir es nochmals an uns vorbeiziehen lassen und das eine oder andere Ereignis in das Bewusstsein rufen. Das Dornier Museum und auch wir vom Freundeskreis können festhalten, dass das Jahr 2011 hinsichtlich der Presseberichterstattung sehr positiv verlaufen ist. Bei dieser Gelegenheit möchten wir einmal ganz ausdrücklich Frau Hildegard Nagler von der Schwäbischen Zeitung herausstellen und ihr für die äußerst kenntnisreiche Berichter-stattung und die eigenständigen Artikel danken und unsere Anerkennung aussprechen. Frau Nagler hat das Museum seit dem ersten Spatenstich ganz toll begleitet.
2011, das Jahr der 200-Jahr-Feier der Stadt Friedrichshafen, brachte ein besonderes Ereignis. Chris-tian Dornier machte der Stadt ein tolles Geschenk. Begleitet vom Württembergischen Kammerorches-ter Heilbronn, gab seine Frau Margarita Höhenrieder-Dornier für nahezu eintausend Zuhörer ein ge-nussvolles Klavier-Konzert. Bei dieser Gelegenheit hat sich der Hangar für solche Veranstaltungen bestens bewährt.
Als ein besonderes Ereignis mit großer Außenwirkung erwies sich die Sonderausstellung der Do X und die Gastrolle des A 380, der sich bei einem Überflug vielen begeisterten Zuschauern zeigte.
Das zweite Sommerfest des Freundeskreises fand diesmal unter ungünstigen Wetterbedingungen statt. Der großen Hitze beim Auftakt zufolge fiel das Fest vorzeitig dem heraufgezogenen Unwetter zum Opfer. Davor fand noch die Übergabe des Alpha-Jet-Modells als Leihgabe an das Museum statt; ein prächtiges Exemplar, das der Sohn des verstorbenen Edwin Knoblauch – er hat das Modell mit ei-nem enormen Aufwand geschaffen – übergab. Übergeben werden konnte in der Zwischenzeit auch ein „Holländerauto“, das Lehrlinge des Werkes Wismar für ihren damaligen Fertigungschef Oskar Pönitzsch aus Anlass der Geburt seines Sohnes fertigten. Dieser Sohn, Dr. Werner Pönitzsch – ein Mitglied unseres Vereins – hat uns nun für das Museum dieses „Stück“ übergeben.
Drury Wood, altgedienten „Dornianern“ als exzellenter „Beherrscher“ der Do 31 noch wohlbekannt, lebt heute in den USA, er ist inzwischen 88 Jahre alt. Er hat uns eine kleine Episode (in German!) aus seiner Zeit bei Dornier geschrieben. Allen, die sich an ihn erinnern, möchte er damit beste Grüße zum Jahreswechsel senden:
Vor mehr als 40 Jahren unternahm ich meinen letzten Do 31 E3 Flug auf der Heimreise von Hannover, wo das Flugzeug wie üblich der Höhepunkt der Ausstellung war. Wo lässt sich ein Vergleich finden mit einem Starrflügelflugzeug von der Größenordnung einer E3 Maschine, die anscheinend zu einer Landung bereit ist, dann aber halbwegs anhält, umkehrt und in der Gegenrichtung wieder zurückfliegt? Nirgendwo in der Flugwelt entsteht ein solcher Vergleich, und in den letzten 40 Jahren ist die Do 31 E3 mit fünf Weltrekorden in ihrer Klasse immer noch ungeschlagen. Dieses Wunder der Luftfahrt, das von Dornier für die deutsche Regierung entwickelt wurde, erfüllte sämtliche gestellten Anforderungen. Dank einem sorgfältig ausgearbeiteten Entwurf der Ingenieure und der deutschen Präzisionsarbeit während der Herstellung, kam es schlussendlich zu Testflügen. Unter der Leitung von Hans Schabronath wurde gezeigt, was mit einem kleinen engagierten Team alles erreicht werden kann.
Ein Projekt des Freundeskreises
Wie auf der Mitgliederversammlung im April vorgetragen, hatte der Vorstand beschlossen, Mittel des Vereins für die Komplettierung der Cockpits einiger Museumsflugzeuge einzusetzen. Bei diesen Flug-zeugen – Fiat G 91/R3, Alpha Jet, Dornier Do 228 TNT – handelte es sich um die gleichen Typen, für die der Verein bereits im Vorjahr Finanzmittel bereitgestellt hatte, um damit Treppen und Plattformen zu beschaffen, die den Besuchern den Einblick in die Cockpits erleichtern.
Ziel war es, die Cockpits optisch attraktiver zu machen und wo nötig die Sicherheit für das Publikum zu erhöhen. Unter anderem wurden in der Fiat G 91 der fehlende Steuerknüppelgriff ergänzt, Lücken in den Instrumentenbrettern aller Flugzeuge durch Abdeckblenden geschlossen und die Manschette für den Stützzylinder des vorderen Kabinendaches des Alpha Jets verlängert, sodass das Dach weiter geöffnet und zugleich gesichert werden konnte.
Die Dornier Do 228 TNT erhielt zusätzliche Innenbeleuchtungen für Kabine und Cockpitbereich, zu-gleich wurden Kabine und Cockpit mittels einer Sichtscheibe voneinander getrennt.
Arbeiten haben ehemalige Dornianer ausgeführt. Beteiligt waren unter Leitung von Herrn Krömmer die Kollegen Beck und Kammermeier. Alle drei kümmern sich im Übrigen unterjährig im Auftrag der Dor-nier Stiftung auch um die Instandhaltung der Flugzeuge drinnen und draußen. Für die Innenbeleuch-tung der Do 228 TNT zog man die Firma Wiese aus Ravensburg hinzu. Der Findigkeit des Teams ist es zu verdanken, dass für den Steuerknüppelgriff der G 91, für den normalerweise Liebhaberpreise bezahlt werden, keine Ausgaben anfielen. Anfang Oktober wurden die Arbeiten beendet und Mitarbeiter des Museums, soweit erforderlich, in die Änderungen eingewiesen.
Der Freundes- und Förderkreis hat zur Eröffnung des Museums ein Buch mit dem Titel „ Dornier erlebt“ herausgegeben.
Das Buch enthält rund 70 Artikel mit Berichten und persönlichen Erlebnissen von 60 Dornier- Mitarbeitern und –Freunden. Es hat 449 Seiten mit ca. 300 Abbildungen und ist in allen Buchhandlungen zum Preis von 20 € erhältlich (ISBN 978-3-88812-217-0).
Mitglieder des Freundes- und Förderkreises erhalten es auf Veranstaltungen des Vereins zum ermäßigten Mitgliederpreis von 16 €. Mitglieder können weitere Bücher zum ermäßigten Preis auch bei allen Vorstandsmitgliedern nach telefonischer Absprache abholen. Wir wünschen allen Lesern interessante und unterhaltsame Stunden mit diesem Buch.